Seit nunmehr 1991 ist Martin Zauner Ensemblemitglied der Josefstadt.
Otto Schenk hat ihn damals vom Bayerischen Staatschauspiel abgeworben.
Die beiden verbindet seit jeher dieselbe Art Humor zu verstehen und aufzufassen.
Zauner ist wohl das, was man einen geborenen Komödianten nennt. Als Kind sang er am Weihnachtsabend „ O Tannenbaum“ und das so erbärmlich falsch das sich alle fast totlachten. Ein normales sechsjähriges Kind hätte wahrscheinlich einen Heulkrampf bekommen und sich gekränkt zurückgezogen, nicht so Zauner.
Er sang es prompt noch einmal und noch erbärmlicher. Die Leute haben ja schließlich gelacht…
Etwas später begann er dann in der Schule sein komisches Talent auszuprobieren und gab vor seinen Mitschülern eine Hans-Moser-Imitation zum Besten.
Als endlich der gefürchtetste Lehrer der Schule, alarmiert vom lauten Gelächter die Klasse stürmte und sich wutentbrannt erkundigte was denn da los sei, blieb Zauner nichts anders übrig als noch mal von vorn anzufangen und dem grimmigen Lehrer vorzuspielen. Der erste mal richtig Lampenfieber….
Und der gestrenge Deutschprofessor war angetan so angetan dass er sich mit einer Theo-Lingen-Parodie anschloss.
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